Dithmarscher Hof Brunsbüttelkoog: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Werbung „Gasthaus Saturn“ ==
=== Werbung „Gasthaus Saturn“ ===


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Version vom 25. Juni 2026, 13:13 Uhr

Header-DithmarscherHof.JPG

Diese und die anderen Seiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Jeder Leser, der Werbung, Fotos, Bilder oder Informationen dazu beitragen kann, sei hiermit herzlich gebeten, mir diese zwecks Einscannen zukommen zu lassen, damit ich die Anzahl der Fragezeichen auf dieser Seite minimieren kann.
Uwe Möller, Tel. 04852 2189, mail: Gabuwe@t-online.de

An dieser Stelle herzlichen Dank
an Bernd Schmidt, Uwe Borchers, Helga Jungklaus, Dieter Ausborm, Annegret Boll, Bernd Mehlert, Arne Maaß, Manfred Janke, Annegret Boll, Thomas Schack, Ute Packmohr, Willi Spreckels, die Realschule Brunsbüttel und das Stadtarchiv Brunsbüttel für Daten, Unterlagen, Postkarten, Fotos, Zeitungsartikel und sonstige Unterstützung
an die Initiative Brunsbüttel-Süd (https://www.brunsbuettel-sued.de/die-ibs/), die mit viel Aufwand sämtliche Fotos des Fotografen Paul Ausborm gescannt hat,

Die Gaststättenbesitzer in der Übersicht

  • Gasthaus „Saturn“ (F. Brügge) – ( 1899 – 1899?)
  • Gasthaus „Saturn“ (O. Ewers) – ( 1899? – 1900) )
  • Gasthaus „Saturn“ (Fritz Ebel) – ( 1900 – 1901?) )
  • Gasthaus „Saturn“ (O. Witt) – ( 1901? – ? )
  • Gasthaus „Saturn“ (Jacob Reinhold) – ( 1908? – 1914?)
  • Gasthaus „Saturn“ (Harro Lorenz) – ( 1914 – 1914)
  • Gasthaus „Saturn“ (Johann Gertz) – ( 1914? - 1919)
  • Gasthaus „Saturn“ (Schmidt) – ( 1919 – 1922?)
  • Gasthaus „Saturn“ (H.F. Hagge) – ( 1922 - 1926)
  • Gasthaus „Saturn“ (Arnold Hagge) – ( 1926 – 1930?)
  • Gasthaus „Saturn“ (H. Hagge) – ( 1930? - ? )
  • Gasthaus „Dithmarscher Hof“ (Otto Poerschke) – ( 1940? – ? )
  • Gasthaus „Dithmarscher Hof“ (Hubert Poerschke) – ( 1949? – 1951?)
  • Gasthaus „Dithmarscher Hof“ (Hubert Behrendt) – ( 1951 – 1958?)
  • Gasthaus „Dithmarscher Hof“ (Emil und Paula Karstens) – ( 1958? – 1962?)
  • Gasthaus „Dithmarscher Hof“ (Paula Karstens) – ( 1962? - ? )
  • “Prärie Saloon“ (Klaus Eiert) – (1962 - 1969)
  • “Bonanza Club“ – (1969 - 1970)
  • “Imperial Night Club“ (1970 – 1971?)
  • “Port City Discothek“ (Frank und Waltraut Zimmermann) - Disco – (1972 – ? )

Gasthaus Saturn

Das Gebäude Annastraße 20 wurde 1898 von dem Brunsbüttelkooger Bauunternehmer Otto Witt errichtet. Der Gastwirt C. Brügge eröffnete am 14. Januar 1899 dort ein Gasthaus mit Saalbetrieb und nannte es „Saturn“, nach der 1899 in Betrieb gegangenen Portland-Cement Fabrik gleichen Namens.
Die_Kali-Chemie_in_Brunsbüttel#Cementfabrik_.22Saturn.22

Da es zu dieser Zeit nicht viel Vergnügungsmöglichkeiten gab, versuchten die jeweiligen Wirte mit abwechslungsreichen Programmen und Darbietungen die Bevölkerung an sich zu binden.
Es waren dies Tanz- und Theaterveranstaltungen, Varietévorführungen, Kaffeekränzchen, Maskeraden, Bockbierfeste etc. Eine technische Besonderheit war die Darbietung „lebendiger“ Photographien und eine Schiffsschaukel mit elektrischer Beleuchtung. Auch der Sport kam nicht zu kurz, die Gastwirtschaft und der Saal wurde Sportvereinen zur Verfügung gestellt und es gab außerdem eine Kegelbahn.

Während des 1. Weltkrieges war der Gasthof „Saturn“ als Marine-Lazarett ausgewiesen (siehe weiter unten Foto Festungslazarett).

Fotos „Gasthaus Saturn“

Werbung „Gasthaus Saturn“

An dieser Stelle eine kleine Anekdote im Zusammenhang mit der Portland-Cementfabrik „Saturn“:

Man muß bei dieser Geschichte berücksichtigen, daß sie sich zu einer Zeit zutrug, in der es noch keine Wasserleitung gab. Im Gasthof „Saturn“ und auch in vielen anderen Häusern wurde Regenwasser als Trinkwasser von den Dächern in Tonnen oder Zisternen aufgefangen.
Als nun die Fabrik „Saturn“ 1908 neue Drehöfen bekam, beschwerte sich der damalige Besitzer des Gasthofes, Jakob Reinhold, beim Bürgerverein Brunsbüttel-Süd. Er könne keinen Grog mehr ausschenken, da sein Trinkwasser durch die Inbetriebnahme der neuen Drehofenanlage stark mit Kohlenstaub verunreinigt werde. Der Verein möge sich doch bitte darum kümmern.
Die_Kali-Chemie_in_Brunsbüttel#Cementfabrik_.22Saturn.22

Dithmarscher Hof

Aus dem Gasthaus „Saturn“ wurde ca. 1935 das Gasthaus „Dithmarscher Hof“. Als erster Gastwirt ist mir aus dem Telefonverzeichnis von 1940 ein Otto Poerschke bekannt.
Ab 1962 hat die Gaststätte neben Besitzern auch einige Namensänderungen durchgemacht, wie z.B. ab 1962 „Prärie Saloon“, ab 1969 „Bonanza-Club“, ab 1970 „Imperial-Night-Club“ und letztendlich ab 1972 „Port-City-Discothek“.
Dies war die erste Disco in Brunsbüttel, das „Moustache“ wurde in der Koogstraße 22 erst 1978 eröffnet.
Läden_im_Koog-Koogstraße_17-23#Moustache.2C_Nachtschicht

Seit 1982 stand das Gebäude leer und „entwickelte“ sich zum Schandfleck der Südseite. Erst im Jahr 1984, als die Entwicklungsgesellschaft den Dithmarscher Hof für die Stadt erwarb, konnte der Abriß durch das Nordermeldorfer Abbruchunternehmen Rolf Thode vollzogen werden.

Fotos „Dithmarscher Hof“

Veranstaltungen Dithmarscher Hof

Werbung „Dithmarscher Hof“

Zeitungsartikel

„Film-Eck“-Annastraße 20

Film-Eck

Im flachen Gebäudeteil des Gasthofes „Dithmarscher Hof“ entstand am 05.10.1951 das 3. Kino Brunsbüttelkoogs unter der Leitung von Käthe und Hubert Behrendt.
Siehe Kinos_in_Brunsbüttel
Die erste Aufführung war Freitag, den 5. Oktober 1951.

Zusätzlich zu den Plakaten am Kino und im Salon Behrendt in der Fähstraße 9 wurden auch auf der Nordseite am Pavillon Ecke Koog – Kautzstraße Reklameplakate angeschlagen.
Der_Pavillon_in_der_Koogstraße_45 Am 26.03.1970 wurde der Kino-Betrieb wegen Unrentabilität eingestellt.

Abriß des Gebäudes März 1984

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