Büchereien in Brunsbüttel: Unterschied zwischen den Versionen

Aus brunsbuettel-wiki.de
Zur Navigation springen Zur Suche springen
 
(3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 223: Zeile 223:
=== Die Belegschaft ===
=== Die Belegschaft ===


[[Datei:Belegschaft Bücherei-1.JPG|thumb|center|800px|Belegschaft Stadtbücherei]]
[[Datei:Belegschaft Bücherei-2.JPG|thumb|center|800px|Belegschaft Stadtbücherei]]


<gallery widths="237" heights="180">
<gallery widths="237" heights="180">
Zeile 404: Zeile 404:
=== Aktionen der Stadtbücherei ===
=== Aktionen der Stadtbücherei ===


Seit 1958 kümmern sich die Bediensteten der Stadtbücherei um Kinder, wobei die Zeit im Schulzentrum (ab 1978) besonders zu erwähnen ist. Es sind dies Aktionen wie der Ferienleseclub (FLC), die Kinder- und Jugendbuchwochen, die Lesenächte, Plattdeutsch lesen, Vorlesen duch Erwachsene und anderes mehr.
Seit 1958 kümmern sich die Bediensteten der Stadtbücherei um Kinder, wobei die Zeit im Schulzentrum (ab 1978) besonders zu erwähnen ist. Es sind dies Aktionen wie der Ferienleseclub (FLC), die Kinder- und Jugendbuchwochen, die Lesenächte, Plattdeutsch lesen, Vorlesen durch Erwachsene und anderes mehr.


Weiterhin gab es seit 1978 Autorenlesungen und später Bücherflohmärkte, bei denen ausgesonderte Bücher zum Preis von 1 DM/Kilo (ab 2002 1 Euro/Kilo) den Besitzer wechseln. Das eingenommene Geld wurde für den Neuerwerb von Büchern oder anderen Medien verwendet.
Weiterhin gab es seit 1978 Autorenlesungen und später Bücherflohmärkte, bei denen ausgesonderte Bücher zum Preis von 1 DM/Kilo (ab 2002 1 Euro/Kilo) den Besitzer wechseln. Das eingenommene Geld wurde für den Neuerwerb von Büchern oder anderen Medien verwendet.
Zeile 610: Zeile 610:
[[Datei:2003.05.16-MAKS-Lesenacht.jpg|thumb|350px|Lesenacht 2003]]
[[Datei:2003.05.16-MAKS-Lesenacht.jpg|thumb|350px|Lesenacht 2003]]


Gemeinsam mit der MAKS (Mehr Aktionen für Kids uns Schüler) wurde 2003 ein von der stellvertretenden Büchereileiterin Bettina Lundelius lang gehegter Wunsch - eine Lesenacht - in die Tat umgesetzt.
Gemeinsam mit der MAKS (Mehr Aktionen für Kids und Schüler) wurde '''2003''' ein von der stellvertretenden Büchereileiterin Bettina Lundelius lang gehegter Wunsch - eine Lesenacht - in die Tat umgesetzt.
<br/>Es konnten max. 20 Kinder der 5. Klassen teilnehmen (“Diese Altersgruppe ist besonders lesefreudig”), bei höherer Teilnehmerzahl entschied das Los. Das Abenteuer begann um 19 Uhr, mitzubringen war das, was man so für die Nacht brauchte. Leseecken wurden eingerichtet und Spiele geplant, ebenso wurde für Überraschungen gesorgt. Es gab abends einen Imbiß und nach einem gemeinsamen Verlauf bis ca. 23 Uhr konnte sich jeder selbst beschäftigen und sich seine “Schlafecke” aussuchen.
<br/>Es konnten max. 20 Kinder der 5. Klassen teilnehmen (“Diese Altersgruppe ist besonders lesefreudig”), bei höherer Teilnehmerzahl entschied das Los. Das Abenteuer begann um 19 Uhr, mitzubringen war das, was man so für die Nacht brauchte. Leseecken wurden eingerichtet und Spiele geplant, ebenso wurde für Überraschungen gesorgt. Es gab abends einen Imbiß und nach einem gemeinsamen Verlauf bis ca. 23 Uhr konnte sich jeder selbst beschäftigen und sich seine “Schlafecke” aussuchen.
<br/>Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden die Kids dann von ihren Eltern abgeholt.
<br/>Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden die Kids dann von ihren Eltern abgeholt.

Aktuelle Version vom 24. Januar 2026, 16:08 Uhr

Header Büchereien.JPG

Diese und die anderen Seiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Jeder Leser, der Werbung, Fotos, Bilder oder Informationen dazu beitragen kann, sei hiermit herzlich gebeten, mir diese zukommen zu lassen.
Uwe Möller, Tel. 04852 2189, mail: Gabuwe@t-online.de

An dieser Stelle einen besonders herzlichen Dank an die Stadtbücherei und weiterhin einen Dank
an das Stadtarchiv, Dieter Ausborm, Bettina Lundelius, Uwe Borchers, Helga Jungklaus, Rainer Förtsch und der BZ für Daten, Unterlagen, Postkarten, Fotos, Zeitungsartikel und sonstige Unterstützung.
an die Initiative Brunsbüttel-Süd (https://www.brunsbuettel-sued.de/die-ibs/), die mit viel Aufwand sämtliche Fotos des Fotografen Paul Ausborm gescannt hat,


Anfang in der Festgestraße

Festgestraße 11
Jahnstraße 3

Quelle:Chronik und Schicksal der Schule Süd“ von Rektor a.D. Willi Hansen

1896, also zwei Jahre vor der Gründung der Schule Süd in der Festgestraße 11, wurde der Bürgerverein Brunsbüttel-Süd gegründet. In den ersten Jahren (1898) des Vereinsbestehens gründete man eine kleine „Handbücherei“, um interessierten, lesehungrigen Mitgliedern die Möglichkeit des Ausleihens zu bieten. Eine öffentliche Bücherei gab es zu der Zeit nicht. Der Verein kaufte Bücher auf Empfehlung der Mitglieder und von Privat kamen Bücherspenden dazu, so daß in kürzester Zeit der Bestand auf 100 Bücher wuchs. Der Bücherverleih fand in den Mitgliederversammlungen statt, so daß diese herbeigesehnt wurden.

1903 fassten die Bürgervereine Brunsbüttelhafen, Brunsbüttelkoog-Süd und Ostermoor ihre Büchereien zusammen. Einen geeigneten Raum fand man im Gebäude des Hausmeisters der Schule Festgestraße 11. So entstand die „Volksbücherei Brunsbüttelkoog-Ostermoor“, später umbenannt in „Volksbücherei Brunsbüttelkoog“ .
Volksschule_Brunsbüttel-Süd#Schule_Festgestra.C3.9Fe_11

Man kann dies wohl als Geburtsstunde der Stadtbücherei bezeichnen.

Die Buchausgabe erfolgte zweimal die Woche.
Auch die Gemeinde Brunsbüttelkoog „ließ sich jetzt nicht lumpen“ und nahm in ihrem Haushaltsetat eine kleine Summe zur Bücherbeschaffung auf. Der erste ehrenamtliche Leiter der Bücherei war bis 1924 der Hauptlehrer Hermann von Rhein. Später wurde die Bücherei der Landesbüchereistelle Rendsburg unterstellt.

Aus der Brunsbüttelkooger Zeitung vom 24 09.1927:
Der Bürgerverein Brunsbüttelkoog-Süd hielt gestern abend im Vereinslokal Hamburger Hof eine Versammlung ab, in der ein wichtiger Beschluß gefaßt wurde:

… sodann wurde zu Punkt 3 „Übernahme der Bibliothek von Rhein und Beschlußfassung über die Abfindung für dieselbe“, Stellung genommen. Nach längerer Debatte wurde die Übernahme gegen 2 Stimmen beschlossen. Die Finanzierung wird zunächst durch die Vereinskasse erledigt. Die bewilligte Summe von 300 RM (Reichsmark) soll durch eine viermalige Umlage von je 50 Pfg. von den Mitgliedern wieder eingebracht werden, welche dafür 1 Jahr lang freie Benutzung der Bücherei haben, also eine weitgehende Gegenleistung. Die Bibliothek, welche von Herrn Rhein, der nach Burg verzogen ist, geschaffen wurde, umfaßt etwa 1000 Bände, z.T. wertvolle Bücher, die der Allgemeinheit des hiesigen Ortes erhalten bleiben sollten. In die Bibliothekskommission wurden die Herren P.Breiholz, Homfeld und H. Müller einstimmig gewählt. Die Bibliothek steht gegen geringes Entgeld jedermann zur Verfügung.

Volksbücherei Schule Süd 1952

1951 wurde die neue Volksschule Süd eingeweiht und die Bücherei wanderte von der Festgestraße 11 in die Jahnstraße 3.

Im Jahr 1954 wurde dann das Ende der Bücherei Schule Süd eingeläutet.

Volksschule_Brunsbüttel-Süd

Hauptbücherei Fritz-Reuter-Str. 1

Stempel Hauptbücherei.jpg

Zunächst ein kleiner „Ausflug“ zur Realschule_Brunsbüttel:
In den 1950er-Jahren, als die geburtenstarken Jahrgänge u.a. auch die Boje-Mittelschule erreichten, gab es Unterbringungsprobleme. Die Nutzung der alten Schule auf der Südseite in der Festgestraße 11 bot sich jetzt an. Es wurden dort Klassenräume eingerichtet und fortan (ab 1955) mußten die 5. und 6. Klassen der Boje-Mittelschule mit Hilfe der Dampffähren Primus, Odin und Heimdall ihre Klassenräume aufsuchen (später wurden diese Räumlichkeiten von der Pestalozzischule genutzt).

Siehe auch Die_Fähren_in_Brunsbüttel#Die_Dampff.C3.A4hren

Zusätzlich zu den Klassenräumen Festgestraße wurde für die Mittelschule von Anfang 1957 bis Anfang 1958 noch ein Raum im 1. Stock des Feuerwehrgerätehauses am Marktplatz Nordseite (Fritz-Reuter-Straße 1) als Klassenzimmer ausgebaut. Ich weiß es aus dem Grund so genau, da ich als Schüler derzeit beide Unterbringungsmöglichkeiten nacheinander „nutzen durfte“.

Am 16. Juni 1958 wurde dann genau in diesem Raum die Stadtbücherei eröffnet. Der Raum war mit ca. 140 m² im ersten Stockwerk nicht besonders attraktiv und trat im Stadtbild nicht sonderlich in Erscheinung – aber – man hatte eine Bücherei.
Ab 1965 leitete die Diplom-Bibliothekarin Ilse Klatt die Bücherei in der Fritz-Reuter-Straße und wurde von zwei Mitarbeiterinnen jeweils 20 Wochenstunden unterstützt. Die erste Mitarbeiterin war 1966 Ursula Schulze.


Um die Bewohner der Südseite nicht zu benachteiligen, wurden etwa 800 Bände in einem dafür vorgesehenen Raum der neuen Volkschule Jahnstraße ausgelagert.
Volksschule_Brunsbüttel-Süd

Weitere Einzelheiten bitte den Zeitungsartikeln entnehmen.

Fotos Fritz-Reuter-Str. 1

Zeitungsartikel Fritz-Reuter-Str. 1

Im Laufe des 20-jährigen Bestehens der Bücherei litt man - bedingt auch durch viele Buchanschaffungen – stark unter Platzmangel.
Die Bücherregale standen teils bereits vor den Fenstern, so daß mitunter schon die Luft zum Atmen knapp wurde.

Stadtbücherei Kopernikusstraße 1

Nachdem die Räumlichkeiten im neuen Bildungszentrum bezugsfertig waren, eröffnete das Stadtarchiv am 14. April 1978 seine neue „Bleibe“ im Ziegelweg 11
(anfangs war das noch die Adresse der Stadtbücherei, da die Kopernikusstraße erst später entstand).

Einweihung 14.04.1978

Am 18. Januar 1982 eröffnete die Stadtbücherei nach 4-wöchigem Umzug ihr jetziges Domizil. Die alten Räumlichkeiten wurden dingend im schulischen Betrieb benötigt und es wurde in einem Jahr ein Anbau für die Bücherei geschaffen. Jetzt hatte die Bücherei einen separaten Eingang, ausbaufähige Räumlichkeiten und eine wesentlich geringere Geräuschkulisse.

Weitere Einzelheiten bitte den folgenden Zeitungsartikeln entnehmen.

Die Belegschaft

Belegschaft Stadtbücherei

Zeitungsartikel Ende der 1970er

Weitere Artikel aus dieser Zeit unter Einweihung 1978.

Zeitungsartikel 1980er

50 Jahre Stadtbücherei-2008

Zeitungsartikel 1990er

Zeitungsartikel 2000-2009

Zeitungsartikel 2010-2019


Zeitungsartikel ab 2020

Sanierung, Umbau

2005 bekam die Stadtbücherei einen neuen Teppich, das hieß 20 000 Bücher mußten ausgelagert werden.
2018 wurde die Gebäudefassade erneuert.

Aktionen der Stadtbücherei

Seit 1958 kümmern sich die Bediensteten der Stadtbücherei um Kinder, wobei die Zeit im Schulzentrum (ab 1978) besonders zu erwähnen ist. Es sind dies Aktionen wie der Ferienleseclub (FLC), die Kinder- und Jugendbuchwochen, die Lesenächte, Plattdeutsch lesen, Vorlesen durch Erwachsene und anderes mehr.

Weiterhin gab es seit 1978 Autorenlesungen und später Bücherflohmärkte, bei denen ausgesonderte Bücher zum Preis von 1 DM/Kilo (ab 2002 1 Euro/Kilo) den Besitzer wechseln. Das eingenommene Geld wurde für den Neuerwerb von Büchern oder anderen Medien verwendet.

MAKS-Lesenacht 2003

Autorenlesungen

”Die wilden Hühner” – 2004

Die erste Autorenlesung der Stadtbücherei in den neuen Räumlichkeiten war zur Eröffnung im neuen Schulzentrum am 14. April 1978, gehalten vom Schriftsteller und Journalisten Gabriel Laub (https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_Laub].
Es folgten über die Jahre noch ca. 40 andere Autoren. Oftmals waren dies Autoren für Kinder- und Jugendbücher, wie z.B. Cornelia Funke und der Brunsbütteler Schriftsteller Boy Lornsen, der bereits 1971 in der Fritz-Reuter-Straße sein “Debüt” hatte. Diese Autorenlesungen erfolgten oftmals gemeinsam mit dem Buchladen Koogstraße 64 der Buchhändlerin Traute von Aswegen, die auch sehr viele Autorenlesungen veranstaltete.

Cornelia Funke

Die Hamburger Schriftstellerin besuchte 1998 die Stadtbücherei Brunsbüttel - und 150 Kinder kamen. Ihr Motto “Meine Bücher sollen ja auch den Kindern in den Händen kleben bleiben, die eigentlich nicht lesen”.

Lesung Funke-1998
Boy Lornsen

Der in Keitum auf Sylt geborene Bildhauer und Schriftsteller hatte von 1950 bis 1967 in der Wurtleutetweute in Brunsbüttelkoog einen Steinmetzbetrieb.
Die_Wurtleutetweute_in_Brunsbüttel
Mehrere Schulen in Schleswig Holstein tragen seinen Namen, wie z.B. auch seit 2004 die Boy-Lornsen-Grundschule in Brunsbüttel.
Volksschule_Brunsbüttel_Nord

https://de.wikipedia.org/wiki/Boy_Lornsen
Läden_im_Koog-Friedhofskippe#L.C3.A4den_Wurtleutetweute

Bücherflohmarkt

Seit 1991 wird von den Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei ein Bücherflohmarkt organisiert. Hier werden Ladenhüter und alte, nicht mehr aktuelle Sachbücher zum Preis von 1DM/Kilo (nach 2002 1 Euro/Kilo) z.B. auf Tapeziertischen angeboten. Nach ca. 20 Jahren sind Sachbücher veraltet und werden aktualisiert.
Manche Bücher werden auch laut Löschvorschrift der Zentrale aus dem Sortiment genommen.
An manchen dieser wiederkehrenden Veranstaltungen wurden mehr als 1000 Schmöker veräußert.

Ferienleseclub

Der Ferien-Lese-Club (FLC) ist eine bundesweite Aktion und wird seit 2008 erstmalig während der Sommerferien auch von schleswig-holsteinischen Bibliotheken veranstaltet, um Schülerinnen und Schülern ab Klasse 5 zum Lesen zu motivieren. Nach der Anmeldung zum FLC können die Jugendlichen, ausgestattet mit Clubkarte und Leselogbuch, zu Beginn der Sommerferien in der Stadtbücherei brandneue Bücher aus einer speziellen Ferien-Lese-Club-Auswahl ausleihen. Lektüre und Rückgabe wird vom Büchereipersonal im Leselogbuch nach einer kurzen Abfrage des Buchinhalts bestätigt.
Am Ende der Ferien werden dann bei einer gemeinsamen Abschlußparty die Urkunden und Teilnehmerkarten verteilt und “Vielleser” besonders geehrt. Je nach Anzahl der gelesenen Bücher werden Zertifikate in Gold, Silber oder Bronze verteilt.

Die höchste Teilnehmerzahl wurde 2013 mit 154 erreicht.

Kinder- und Jugendbuchwochen

Die Kinder- und Jugendbuchwochen wurden ca. 1982 unter dem Motto „Buch-Partner des Kindes“ von der damaligen Büchereileiterin Ilse Klatt und der Buchhändlerin Traute von Aswegen (Buchhandlung Schopf) ins Leben gerufen.
Diese Aktion sollte natürlich auch Eltern und Lehrkräfte ansprechen und wurde auch durch die damalige Landtagspräsidentin Ute Erdsiek-Rave wertgeschätzt.


Lesenacht

Lesenacht 2003

Gemeinsam mit der MAKS (Mehr Aktionen für Kids und Schüler) wurde 2003 ein von der stellvertretenden Büchereileiterin Bettina Lundelius lang gehegter Wunsch - eine Lesenacht - in die Tat umgesetzt.
Es konnten max. 20 Kinder der 5. Klassen teilnehmen (“Diese Altersgruppe ist besonders lesefreudig”), bei höherer Teilnehmerzahl entschied das Los. Das Abenteuer begann um 19 Uhr, mitzubringen war das, was man so für die Nacht brauchte. Leseecken wurden eingerichtet und Spiele geplant, ebenso wurde für Überraschungen gesorgt. Es gab abends einen Imbiß und nach einem gemeinsamen Verlauf bis ca. 23 Uhr konnte sich jeder selbst beschäftigen und sich seine “Schlafecke” aussuchen.
Nach einem gemeinsamen Frühstück wurden die Kids dann von ihren Eltern abgeholt.

Im gleichen Jahr wurde auch noch eine “Harry Potter-Nacht” ins Leben gerufen, die – wie auch die Lesenacht – sehr gut angenommen wurde.

Weitere Einzelheiten bitte den Zeitungsartikeln entnehmen.

Lesenacht 2009

„Plattdütsch“

Bereits 1984 organisierte der Schleswig-Holsteinische Heimatbund mit Unterstützung der Sparkassen, der Büchereizentrale und den Schulen den Wettbewerb “Schölers leest Platt”, der alle 2 Jahre stattfand. Die Schirmherrin war die damalige Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave (später die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Karin Prien).
In den Schulen wurde aus den Klassenbesten die Schulsiegerin bzw. der Schulsieger ermittelt. Hin- und wieder fand dann - unter langjähriger Leitung des damaligen Vorsitzenden des “Plattdütschen Krinks”, Jürgen Frank und einer ausgewählten Wertungskommission – der Landschaftsentscheid in der Stadtbücherei Brunsbüttel statt.

Die Auswahl entschied sich jeweils in unterschiedlichen Altersgruppen, dritte und vierte, fünfte bis siebte und achte bis zehnte Klasse. Die besten durften sich dann bei einem Regionalentscheid und evtl. beim Landesentscheid mit den anderen Besten messen.

“Plattdütsch is uns Modersprook“

Vorlesen

Im Jahr 2004 wurde von der Stiftung Lesen ein Vorlesetag ins Leben gerufen, den die Stadtbücherei gerne übernahm und viele Leute fand, die etwas vorlesen wollten. Aber auch in früheren Jahren fanden sich Menschen in der Bücherei ein, die gerne vorlasen. Unter dem Namen Bilderbuch-Vorlesekino wurden die Vorlesungen von Ingrid Grzemba und Bettina Lundelius veranstaltet.

Je früher bei Kindern das Interesse an Büchern geweckt wird, desto leichter finden sie später Zugang zum Lesen.

Aber - Jung und Alt müssen sich immer vor Augen halten -

Vorsicht-Dummheit.JPG

Technischer Fortschritt

Besonderheiten

Auf Diskette.jpg

Chronologie der Stadtbücherei

  • Ab ca. 1898 – „Handbücherei“ Schule Süd (Festgestr.11)
  • 1903 – Zusammenlegung der Büchereien Ostermoor und Brunsbüttelkoog-Süd zur „Volksbücherei Brunsbüttelkoog-Ostermoor“, (später „Volksbücherei Brunsbüttelkoog“)
  • 1924 – Erster ehrenamtlicher Leiter der Bücherei Hauptlehrer Hermann v. Rhein (bis 1924) (Chronik und Schicksal der Schule Süd, Rektor Willi Hansen)
  • 1951 – Schließung der Bücherei Festgestraße und Wiedereröffnung Jahnstraße 3 (Brunsbüttelkooger Zeitung vom 29.08.1951)
  • 1954 – Schließung der Bücherei Schule Süd (auf Wunsch der Büchereistelle Rendsburg, Chronik und Schicksal der Schule Süd, Rektor Willi Hansen)
  • 1958.06.16 – Eröffnung der Stadtbücherei Fritz-Reuter-Str. 1 (Brunsbüttelkooger Zeitung vom 18.06.1958)
  • 1958.10.15 – Eröffnung einer Büchereiausgabestelle der Stadtbücherei in der Volksschule Jahnstr. 3 mit insgesamt ca. 800 Bänden (Chronik und Schicksal der Schule Süd, Rektor Willi Hansen)
  • 1978 - Einweihung der Stadtbücherei im neuen Schulzentrum
  • 1979 - Eröffnung Spieliothek
  • 1982 - Umzug der Stadtbücherei in den jetzigen Standort des Schulzentrums
  • 1984 – „Schölers lest Platt“
  • 1990 – Videothek
  • 1990 – Hörkassetten
  • 1996 – CD-ROM
  • 1997 – Ausleihgebühr 12 DM
  • 2000 – Umstellung auf EDV
  • 2001 – Internetecke in Betrieb
  • 2003 – erste Lesenacht
  • 2005 – Neuer Teppich
  • 2008 – Ferien-Lese-Cluub (FLC)
  • 2011 – Blue Ray
  • 2013 – E-Books
  • 2014 – Hörbücher
  • 2016 – Ausgang mit Funktechnik installiert
  • 2017 – Hörbox für Kinder
  • 2018 – Fassadensanierung

Weitere Büchereien und Leihbüchereien

1886-Bücherei Brunsbüttelhafen

Bereits 1886 wurde in einer Mitgliederversammlung des 1875 gegründeten Brunsbüttelhafener Bürgervereins (https://www.bvb-nord.de/) die Anschaffung einer Leihbibliothek für Vereinsmitglieder beschlossen und ausgeführt. Da zu diesem Zeitpunkt in der Gemeinde noch keine Bibliothek bestand, wurde dieser einstimmige Beschluß freudig begrüßt.
Von einer Kommission wurden zunächst 60 Bücher und ein Schrank dafür angeschafft, ausgewählt von Lehrer Kröger.

Um einen Teil der Instandsetzungs- und Ergänzungskosten zu decken, wurde ein Lesegeld von 10 Pfennig pro Band erhoben (Sitzungsbeschluß vom 1.April 1886). Später war es kostenfrei.
Bibliothekar war anfangs Hauptlehrer Lohoff, ab ca. 1910 Herr Helwig, später Herr Siebentritt und ab ca. 1924 Herr Osnabrügge.
Laut Beschluß vom 4. Dezember 1914 sollte die Bibliothek auch der Seewehr zur Verfügung stehen.
1925 waren es insgesamt schon 350, im Jahre 1934 bereits 690 Bände

Aus der Chronik und den Zeitungsberichten über den Brunsbüttelhafener Bürgerverein geht nicht eindeutig hervor, wo die Ausgabe der Bücher erfolgte, wahrscheinlich aber im Vereins-Gasthof „Hotel Zur Post

1890er - Jugendbücherei Brunsbütteler Bürgerverein

24.09.1891-Jugendbibliothek

In einer Annonce der Kanal-Zeitung vom 23.9.1891 weist der Brunsbütteler Bürgerverein auf einen Beschluß hin, die Jugendbibliothek aus Mitteln der Vereinskasse reparieren zu lassen.
(https://brunsbuetteler-buergerverein.de/)
Mehr Informationen dazu habe ich leider nicht gefunden.

1920er - Öffentliche Lesehalle Festgestraße

Der Ortsverband für freies Bildungswesen Brunsbüttelkoog eröffnete 1920 eine öffentliche Lesestelle in der Festgestraße 5.

Anmerkung:
Die in Frakturschrift verfaßten Artikel wurden zwecks besserer Lesbarkeit in Normalschrift "übersetzt".

Kanal-Zeitung vom 07.05.1920

Kanal-Zeitung vom 7.5.1920

Oeffentliche Lesehalle. Am Sonntag, den 9.Mai, wird nunmehr die öffentliche Lesehalle für freies Bildungswesen eröffnet, wie aus der Anzeige in der heutigen Nummer unserer Zeitung hervorgeht. Die Lesehalle ist geöffnet werktags von 2 – 8 Uhr nachmittags, sonn- und festtags von 9 Uhr vormittags bis 8 Uhr nachmittags. Es liegen Zeitungen aller großen Parteien in der Lesehalle zur kostenlosen Benutzung für jeden erwachsenen Einwohner aus, außerdem werden verschiedene Zeitschriften unterhaltenden und belehrenden Inhalts ausgelegt werden.
Aus der Benutzungsordnung, die in der Lesehalle aushängt, ist hervorzuheben, daß sämtliche Besucher gebeten werden, selbst auf Ruhe und Ordnung zu achten; den Anordnungen der Aufsichtspersonen, die mit einem Ausweis versehen sind, muß Folge geleistet werden. Das Mitnehmen von Kindern in die Lesehalle kann nicht gestattet werden.

Kanal-Zeitung vom 15.05.1920

Kanal-Zeitung vom 15.5.1920

Der Ortsverband für freies Bildungswesen schreibt uns: Am Sonntag, 9. d. Mts., ist Ecke Karlstraße/Festgestraße vom Ortsverband für freies Bildungswesen eine öffentliche Lesehalle eröffnet worden. Trotz der Schwierigkeiten, die bei der Einrichtung der Halle zu überwinden waren, glaubt der Orsverband doch, als Ergänzung und Gegenstück auch eine öffentliche Bücherei schaffen zu sollen. Für diese Bücherei ist ein Grundstock von 400 brauchbaren Büchern bereits vorhanden; auch ein geeigneter, im Mittelpunkt der Gesamtniederlassung gelegener Raum ist gefunden. An Vereine, die über Büchereien verfügen, wird der Verband herantreten mit der Bitte, diese Vereinsbüchereien, die naturgemäß immer nur einen kleinen Umfang haben und einem kleinen Kreis dienstbar gemacht werden können, der öffentlichen Bücherei anzugliedern. Zugleich hat der Ortsverband beschlossen, auch den Weg der Haussammlung zu beschreiten. Während der Kriegszeit haben durch Schulkinder vorgenommene Sammlungen von Büchern und Zeitschriften reichsten Erfolg gehabt, sodaß ansehnliche Mengen brauchbaren Lesestoffs an die Front gesandt werden konnte.Wir wenden uns deswegen an den Gemeinsinn der Einwohnerschaft von Brunsbüttelkoog und bitten, Schulkindern, die für die öffentliche Bücherei des Ortsverbandes sammeln, die Bücher zu geben, die, nachdem sie ausgelesen sind, für den Besitzer Reiz und Wert verloren haben, in der öffentlichen Bücherei aber noch Segen verbreiten können. Der hohe Preis der Bücher im Buchhandel verbietet es dem Verband, durch Kauf größere Mengen von Büchern zu erwerben. Wenn aber alle Bücher, die im Privatbesitz entbehrlich geworden sind und alle Büchereien, die im Vereinsbesitz einen beschränkten Wirkungsbereich haben, zusammengefaßt und unter sachkundige Verwaltung gestellt werden, dann wird der Ortsverband in Aussicht stellen können, bald eine öffentliche Bücherei eröffnen zu können, die dem geistigen Leben der Gemeinde wesentliche Dienste zu leisten vermag.

Kanal-Zeitung vom 28,06.1920

Kanal-Zeitung vom 28.6.1920

Plattdeutscher Abend. Am Sonnabend, den 26. d. Mts., veranstaltete der hiesige Ortsverband für freies Bildungswesen im „Hotel Zur Post“ wiederum einen plattdeutschen Abend. Der freudige Beifall, den die Vorlesungen unseres Heimatdichters Fritz Lau im letzten Winter fanden, hatte bewiesen, daß die Liebe zur plattdeutschen Dichtung und niedersächsischen Art in weiten Kreisen unserer Bevölkerung tief wurzelt. Wie würziger Edgeruch aus frisch gebrochener Ackerscholle steigt es aus dieser Sprache und Denkart empor und erfrischt die im Zeitgetriebe zermürbten Nerven deutlicher und hinfälliger noch als ein Roman und in der Novelle stellt sich plattdeutsche Lebensart in der Dichtung dar, in welcher uns die Gestalten, die poetischer Schöpfergeist formte, persönlich vors Auge treten: im plattdeutschen Drama. Daher war schon in dieser Hinsicht die Veranstaltung des Bildungsvereins ein Fortschritt. Ein weiterer Vorzug lag darin, daß alle Darsteller einheimische Mitglieder des Bildungsvereins waren.
Herr Griem hielt zu Beginn des Abends einen einleitenden Vortrag über die Entwicklung der plattdeutschen Dichtung im allgemeinen und des plattdeutschen Dramas im besonderen. Seine Darlegungen gipfelten in der Wertung der beiden Dramatiker Stavenhagen und Wriede, deren Werke bald darauf über die Bretter gehen sollten. Reicher Beifall ward ihm als Lohn für seine fesselnden Ausführungen.


Brunsbüttelkooger Zeitung vom 11.10.1920

Brunsbüttelkooger Zeitung vom 11.10. 1920

Oeffentliche Volksbücherei und Lesehalle. Der Ortsverband für freies Bildungswesen Brunsbüttel-Brunsbüttelkoog hat nunmehr auch eine öffentliche Volksbücherei eröffnet, die sich im Raum der Lesehalle Ecke Karl- und Festgestraße befindet. Die Bücherei umfaßt etwa 600 Bände. Der Ortsverband hat bei Zusammenstellung der Bücherei Sorge getragen, daß nur gute Bücher der Einwohnerschaft zur Verfügung stehen und jegliche Schundliteratur ausgeschaltet. Das Lesegeld für die Bibliothek, die jedem Einwohner von Brunsbüttelkoog, Brunsbüttel und Umgebung zur Verfügung steht, beträgt halbjährlich 3 Mark. Das Halbjahr beginnt am 1. Oktober und 1. April. Geöffnet ist die Bücherei Sonntags von 11 - 12 Uhr mittags und Donnerstags von 5-6 Uhr nachmittags. Zu diesen Zeiten können die Bücher regelmäßig entnommen und umgetauscht werden. Die Bücher werden nur gegen Abonnement verliehen, eine Verleihung einzelner Bücher gegen Einzelgebühr findet im allgemeinen nicht statt. Neben einer großen Anzahl Bücher unterhaltenden Inhalts weist die Bücherei auch eine große Anzahl Bücher belehrenden und bildenden Inhalts auf. Der Ortsverband für freies Bildungswesen hat damit wiederum eine gemeinsame Einrichtung geschaffen, die sicher von der gesamten Einwohnerschaft mit Freuden begrüßt werden wird. Der Ortsverband beabsichtigt, die Bücherei nach und nach auszubauen und ist für schenkungsweise Überlassung guter Büchersammlungen und Einzelbücher jederzeit dankbar. Bei weiterem Ausbau der Volksbücherei ist beabsichtigt, einen Teil der Bücherei nach der Nordseite des Ortes zu verlegen, so daß der Einwohnerschaft die Entleihung der Bücher möglichst bequem gemacht wird. Wir hoffen, daß die Volksbücherei von der erwachsenen Einwohnerschaft recht eifrig benutzt werden wird. - Gleichzeitig weisen wir nochmals auf die öffentliche Lesehalle Ecke Festge- und Karlstraße hin, die nunmehr täglich von 9 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends geöffnet ist. In der Lesehalle liegen Zeitungen und Zeitschriften aller politischen Parteien aus, die jedermann kostenlos zur Verfügung stehen. Für Beleuchtung der Lesehalle während der Dunkelheit ist gesorgt, ebenso wird die Lesehalle im Winter geheizt werden.

Brunsbüttelkooger Zeitung vom 6.11.1920

Brunsbüttelkooger Zeitung vom 6.11.1920

Die öffentliche Volksbücherei des Ortsverbandes für freies Bildungswesen erfreut sich seit ihrer Eröffnung einer regen Benutzung seitens der hiesigen Einwohnerschaft. Man ersieht daraus, daß mit der Eröffnung der Bücherei einem sehnlichen Wunsche der Bevölkerung unserer Gemeinde Rechnung getragen ist. Die Volksbücherei ist jeden Sonntag vorm. von 11-12 Uhr und jeden Donnerstag nachm. von 5-6 Uhr geöffnet, in welcher Zeit Bücher entliehen und umgetauscht werden können.

Brunsbüttelkooger Zeitung vom 24.08.1921

Brunsbüttelkooger Zeitung vom 24.8.1921

Der Ortsverband für freies Bildungswesen hat veranlaßt, daß am Sonnabend, den 27. d. Mts. und Sonntag, den 28. d. Mts., im Metropol-Theater mehrere Lehrfilme geboten werden. Sie betreffen 1. Reckturnen, 2. den Fußballsport und zwar im einzelnen die Fußballtechnik, das Ballstoppen und die Arbeit des Torwächters, 3. die Schwimmkunst im Dienste der Nächstenliebe, 4. die Wunder des Meeresgrundes. Diese Filme werden am Freitag und Sonnabend in den Vormittags- und Nachmittagsstunden den hiesigen Schulen vorgeführt. Am Sonnabend- und Sonntagabend finden Vorstellungen für die weiten Kreise der hiesigen Oeffentlichkeit statt. Die Sportfilme sind Zeitlupenfilme, also Erzeugnisse der sog. Hochfrequenzkinematogrphie, die 500 und mehr Aufnahmen in einer Sekunde ermöglicht. Sie sind aufgenommen unter Leitung des ersten Sportlehrers an der Hochschule für Leibesübungen und bringen die einzelne Körperbewegung in langsamstem Ablauf und in ihrer kleinsten Einzelheit zur Anschauung. Die Wunder des Meeresgrundes sind ein volkstümlich wissenschaftlicher Film. Prachtvolle Aufnahmen der Tierwelt des Meeresgrundes wechseln mit Datstellungen spannender Kämpfe zwischen Polypen, Tintenfischen, Riesenkrabben, Hummern, Langusten usw. Der Eintrittspreis für die Vorführungen am Abend beträgt 3,00 Mk. Der Vorstand des Ortsverbandes bittet um recht zahlreichen Besuch, damit er in Zukunft in der Lage bleibt, häufiger Vorstellungen ähnlicher Art veranlassen zu können.

Ev. Gemeindebücherei Brunsbüttel-Ort 1957

Die Kirchengemeinde Brunsbüttel (Ort) folgte 1957 einer Empfehlung des Evangelischen Presseverbandes der Landeskirche und richtete im Pastorat Brunsbüttel eine Gemeindebücherei ein. Wie lange diese Bücherei existierte, ist mir leider nicht bekannt.

Einzelheiten bitte den Artikeln der Brunsbüttelkooger Zeitung entnehmen.

Leihbüchereien:

  • 1946 – Walter Jungklaus – Koogstraße 66
  • 1946 – Emil Thomsen – Reichenstr. 17
  • 1950 – Gertrud Lemor – Koogstr.32 (Ladenreihe)
  • 1951 – Emil Thomsen auch Koogstr. 92
  • 1960 – Emil Thomsen – Reichenstr. 11
  • 1965 – Uwe Thomsen – Koogstr. 92
  • 1962 – Heinz Sachau – Wurtleutetweute 41 (laut Gewerbeverzeichnis)
  • 1962 – Franz Oberkogler – Festgestr. 3a (laut Gewerbeverzeichnis)

Walter Jungklaus

Werbung 1946

Seit 1932 betrieb Walter Jungklaus in seinem Eigenheim in der Friedrich-Ebert-Straße 9 (während der NS-Zeit Peter-Uhr-Straße) eine Buchdruckerei. 1946 eröffnete er einen Laden für Papierwaren und Zeitungen sowie eine Leihbücherei in der Koogstraße 66 und erweiterte diesen dann 1948.
1956 erfolgte dann der Wechsel in die Koogstraße 50, wo er seinen Laden noch bis 1966 betrieb.

Läden im Koog-Koogstraße 64-67
Läden_im_Koog-Koogstraße_47-55#Koogstra.C3.9Fe_50

Emil und Uwe Thomsen

Werbung 1963

Der Buchhändler Emil Thomsen hatte in Brunsbüttel-Ort seit 1946 in der Reichenstraße 17 einen Laden für Papier-, Schreib-, Spielwaren und sonstige Büroartikel sowie eine Leihbücherei. Am 06. November 1951 gründete er eine Filiale in der Koogstraße 92, links neben Franzenburg (heute Reese).
Läden_in_Brunsbüttel-Reichenstraße#Reichenstra.C3.9Fe_17,
Läden_in_Brunsbüttel-Reichenstraße#Reichenstra.C3.9Fe_11
Läden_im_Koog-Koogstraße_92-95

1960 verlegte Emil Thomsen sein Hauptgeschäft in Brunsbüttel-Ort von der Reichenstraße 17 in die Reichenstraße 11, das er dann dort bis 1979 betrieb.
Ab 1965 bis 1973 betrieb der Sohn Uwe Thomsen die Filiale in der Koogstraße. Bis zu diesem Zeitpunkt war auch die Leihbücherei in Betrieb.

Gertrud Lemor

1949 – Kurz nach Kriegsende herrschte auch in Brunsbüttelkoog Aufbruchsstimmung. Der Bauunternehmer Friedrich Heese baute am Marktplatz an der Koogstraße eine kleine Ladenreihe mit letztendlich 6 „Miniläden“.
In einem davon etablierte sich 1950 die Leihbücherei Gertrud Lemor (siehe Werbung unten). 1956 verlegte sie ihren Laden in die Koogstraße 14.
Läden_im_Koog-Ladenreihe_Koogstrasse_32
Läden_im_Koog-Koogstraße_24-36#Koogstra.C3.9Fe_32
Läden_im_Koog-Koogstraße_9-16#Koogstra.C3.9Fe_14

Ladenreihe Koogstr.32


Für mich persönlich war diese Leihbücherei interessant, weil ich dort Bücher der amerikanischen Jugendbuchserie „Das Pete-Buch“ (Geschichten und Streiche eines 16-jährigen Jungen und dem „Bund der Gerechten“ im amerikanischen Ort Somerset) ausleihen konnte.
Unten eine „Deckblattansicht“ dieser 50-teiligen Serie.

Für jeden Neukunden wurde eine Kundennummer vergeben, die dann auf der Buchvorderseite eingetragen wurde, so daß jeder Leser sofort erkennen konnte, welches Buch er schon gelesen hat. Unten ein Beispiel einer solchen Eintragung.
Das Ausleihen eines Buches für eine Woche kostete 40 Pfennige, was für uns Jugendliche viel Geld war.

Sachau und Oberkogler

Leihbüchereien 1962

Heinz Sachau betrieb in seinem Laden in der Wurtleutetweute nebenbei eine Leibücherei. Außerdem gab es in der Festgestraße 3 eine Leihbücherei, die von Franz Oberkogler nebenbei betrieben wurde.
Der Auszug aus dem Gewerbeverzeichnis rechts deutet auf das Gründungsjahr 1962 hin. Mehr Daten wurden von mir leider nicht gefunden.

Chronologie der anderen Büchereien

  • 1886 - In der Mitgliederversammlung des Bürgervereins Brunsbüttelhafen wird die Anschaffung einer Leihbibliothek beschlossen:
  • 1891 – Beschluß des Brunsbütteler Bürgervereins (Brunsbüttel Ort) , die Reparatur der Jugendbibliothek aus der Vereinskasse zu bezahlen
  • 1920 – Brunsbüttelkooger Zeitung vom 11.10. – Eröffnung Volksbücherei und Lesehalle am 9.5.1920, Ecke Karl-und Festgestraße (Festgestr.5 - gegenüber dem Hamburger Hof), Verein für freies Bildungswesen
  • 1920 – Evtl. Einrichtung einer öffentlichen Bücherei in der Gilbertstr. (Schleusenstr.) vom Verein für freies Bildungswesen
  • 1957 – Einrichtung einer Gemeindebücherei (Brbkooger Zeitung vom 08.05.1957),Kirchengemeinde – Bücherausgabe im Pastorat

Verwandte Themen